„„…wir machen überall Berufsorientierung“

Zum achten Mal Berufswahl-SIEGEL Sachsen-Anhalt vergeben

In Magdeburg wurden zum achten Mal Schulen mit dem „Berufswahl-SIEGEL Sachsen-Anhalt. Schule mit vorbildlicher Berufswahlorientierung“ zertifiziert.

„Eigentlich machen wir an unserer Schule überall Berufsorientierung. Außer im Sport“, meinte Florian Hösel und löste beifälliges Schmunzeln bei den etwa 100 Besuchern aus. Bei jeder feierlichen SIEGEL-Verleihung haben diejenigen das letzte Wort, um die es geht – die Schülerinnen und Schüler.

In einer Feierstunde bei der IHK Magdeburg haben am 2. Juli die Wirtschafts- und Sozialpartner Sachsen-Anhalts die vorbildliche Berufswahlorientierung an Schulen gewürdigt. Sie erhielten beziehungsweise verteidigten das begehrte Zertifikat „Berufswahl-SIEGEL Sachsen-Anhalt“.

Drei Schulen nahmen stolz erstmals das Zertifikat entgegen und dürfen sich ab sofort als „Schule mit vorbildlicher Berufsvorbereitung“ bezeichnen. Diesen Titel erfolgreich durch ein Reaudit verteidigen konnten weitere drei Schulen.

salzwedelDie erstzertifizierten Schulen 2014:

Schulen mit erfolgreicher Verteidigung 2014:

  • Sekundarschule „Thomas Mann“ Magdeburg
  • Förderschule für Lernbehinderte „Schule an der Bode“ Klein Oschersleben
  • Sekundarschule „J.F. Walkhoff“ Gröbzig
    Laudationes lesen

Vor dem feierlichen Akt hatten Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik die Wichtigkeit hoher Standards in der Berufsvorbereitung betont. Dies sei für die persönliche berufliche Entwicklung von zunehmender Bedeutung, aber vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und demografischer Entwicklungen auch gesellschaftlich relevant.

So wies Rolf Lay, Vizepräsident der IHK Magdeburg, unter anderem auf die immensen Kosten hin, die alljährlich den Unternehmen nach Ausbildungsabbrüchen entstünden. Solche Probleme könne man nur gemeinsam lösen. „Wir sehen hier die gesamte Gesellschaft in der Verantwortung“, so Lay in seinem Grußwort. Bezogen auf das Berufswahl-SIEGEL sagte Lay: „Die Bedeutung des Berufswahl-SIEGEL ist dabei unübersehbar.“
Die IHK Magdeburg und Halle-Dessau engagieren sich neben Unternehmen und Verbänden im Berufswahl-SIEGEL von Anbeginn, sowohl in der Juryarbeit als auch durch Mittelbeteiligung.
Ein Engagement, das Egbert Biermann ausdrücklich hervorhob. Biermann ist Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG Bergbau, Chemie, Energie und sprach in seinem Grußwort eindringlich davon, das Berufswahl-SIEGEL sei „auch zukünftig ein Erfolg versprechender Weg, um Berufsorientierung insgesamt zu verbessern“. Es werde viel darüber diskutiert, was an unseren Schulen nicht funktioniere, so Biermann. Er freue sich deshalb, dass es in Sachsen-Anhalt viele positive Beispiele für gute pädagogische Praxis gäbe.

Direkt an Schülerinnen und Schüler ging die Botschaft von Frau Dr. Christina Blaschczok,, Abteilungsleiterin im Kultusministerium in der Festansprache: „ Schülerinnen und Schüler sollen mutig, offen und neugierig an neue Erfahrungen in Wirtschaftsunternehmen herangehen“. Dabei fänden sie in den Lehrkräften, den Unternehmen und Projekten wie dem Berufswahl-SIEGEL fundierte Unterstützung.

Das Berufswahl-SIEGEL ist eine Initiative der Wirtschafts- und Sozialpartner des Landes Sachsen-Anhalt. Das Projekt wird von QFC als Träger in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) realisiert.

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