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Fachtagung „Schichtarbeit demografiesensibel und zukunftsfähig gestalten“

Schichtarbeit im Fokus

Fachtagung QFC GmbH „Schichtarbeit demografiesensibel und zukunftsfähig gestalten“, Halle (S.), 23.03.2017

Mehr als 80 Gäste verschiedener Organisationsbereiche der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie tauschten sich am 23. März 2017 in der halleschen Georg-Friedrich-Händel-Halle zum Thema „Schichtarbeit demografiesensibel und zukunftsfähig gestalten“ aus. Die Fachtagung wurde in Zusammenarbeit der Projekte „GUTE ARBEIT in Sachsen-Anhalt“ und „SCHICHT Ost“ der Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH (QFC) organisiert.

Am Vormittag gab es Impulsvorträge. Jan Rickmann, Gesundheitsmanager bei der Continental AG, referierte über die Gestaltung von Gesundheitstrainings bei Conti. Die Zukunft der Schichtarbeit mit steigendem Durchschnittsalter der Belegschaften stellt erhöhte Anforderungen an die Schichtplaner – so Norbert Oschmann, Schichtplanexperte. Außerdem ist die Voraussetzung für einen demografiesensiblen Schichtplan eine alter(n)sgerechte Personalplanung. Kein Schichtplan kann eine zu geringe Anzahl an Personal ausgleichen – so Oschmann weiter. Im Anschluss gab es Mentaltraining mit Frau Kostka vom Institut für Unternehmensenergie. Frau Kostkas Empfehlung: überall einsetzbare kurze Trainings zum Stressabbau. Frau Dr. Dürrenfeld forderte dazu auf, das betriebliche Gesundheitsmanagement aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Den Schwerpunkt setzte sie dabei auf die Menschen in den Betrieben. Ein motivierter zufriedener Mitarbeiter bringt jedem Unternehmen einen Mehrwert. Der Impulsvortrag war ein Plädoyer für die Unternehmenskultur.

Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt

Die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne, informierte zu Fragen der Sicherung, Gewinnung und Entwicklung von Fachkräften aus Sicht der Landesregierung.

Am Nachmittag folgte ein intensiver und detaillierter Erfahrungsaustausch. In den vertiefenden Gesprächsrunden wurden die Impulsvorträge weiter diskutiert. Anhand von Praxisbeispielen verdeutlichten, Frau Kerstin Klieckmann von der Sofidel Germany GmbH in Arneburg und Herr Dieter Macke von der Dow Olefinverbund GmbH aus Schkopau. die Herausforderungen bei der Einführung veränderter Schichtsysteme. Dabei wurde noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, eine alternssensible Schichtplangestaltung unter Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer aller Altersgruppen zu entwickeln.

Qualifizierung als Schlüssel für den Strukturwandel

Die gemeinnützige Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH (QFC) wurde 1994 von der Industriegewerkschaft Chemie-Papier-Keramik, einer Vorgängerorganisation der IG BCE, gegründet. Die Umstrukturierung der ostdeutschen Chemieindustrie war im vollen Gange. Neue Qualifikationen waren gefragt. Die Hauptaufgabe des QFC war klar: „Durch Qualifizierungen mussten neue berufliche Perspektiven für die Betroffenen geschaffen werden“, schilderte der QFC-Geschäftsführer, Helmut Krodel die Gründungsjahre.

Heute mehr als 25 Jahre später reichen die Themen des QFC von der Demografischen Entwicklung bis zur Nachhaltigkeit, von den Arbeitszeiten in Schichtbetrieben bis zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Die Digitalisierung der Wirtschaft wird die Beschäftigten vor neue Herausforderungen stellen. Die Qualifizierung wird wieder ein wichtiger Schlüssel sein, um zukunftsfähige Perspektiven für die Beschäftigten zu schaffen“, stellte Petra Reinbold-Knape, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE fest.

Das Führungsteam des Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH (QFC) wurde mit der Wahl von Jörg Kunkel zum Vorsitzenden des Beirates vervollständigt. Das Bild zeigt Petra Reinbold-Knape, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, Helmut Krodel, Geschäftsführer des QFC, Jörg Kunkel und Alfred Geisler Vorsitzender des Kuratoriums .

Petra-Reinbold-Knape, Helmut Krodel, Jörg Kunkel, Alfred Geißler (v. l.) (Foto: pandamedien)

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