Zweifacher Sieger in Sachen Nachhaltigkeit

Auszeichnung Netzwerke, BNE Agendakongress. Berlin, 27.11.2017, Copyright: BNE/Thomas Koehler/photothek.net

Gleich zwei Projekte des QFC wurden vom UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung als herausragende Bildungsinitiativen gewürdigt. Das Projekt ANLIN und das Q3SQ Netzwerk haben in Berlin am 27. November die besondere Ehrung durch die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, entgegennehmen können. Ihre Botschaft an die 63 ausgezeichneten Lernorte, Netzwerke und Kommunen:

„Sie alle machen deutlich, wie Nachhaltigkeit auch in den Strukturen des deutschen Bildungssystems verankert werden kann. Sie integrieren Prinzipien der Nachhaltigkeit in Inhalte und Methoden der Bildung, richten ihre Bewirtschaftung an Nachhaltigkeit aus, bilden ihre Mitarbeiter zu nachhaltiger Entwicklung weiter, und machen Nachhaltigkeit zum Thema in der Zusammenarbeit mit ihren Partnern. Ich wünsche mir, dass diese strukturbildenden Initiativen viele Nachahmer finden.“

Beide Projekte wurden mit ihrem innovativen Netzwerkansatz ausgezeichnet:

In ANLIN erreichte das Netzwerk bereits 120 Ausbilder/-innen und Auszubildende, um diese für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, motivieren und zu qualifizieren. Zur Umsetzung der Vision, alle Lernorte der beruflichen Bildung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu transformieren, arbeitet das Netzwerk eng mit Unternehmen und strategischen Partnern zusammen.

Das Q3SQ-Netzwerk hat ein Qualitätssiegel entwickelt, und zertifiziert danach Bildungsdienstleister insbesondere im Bereich der chemischen Industrie. Das Siegel bewertet die Implementierung von Sozial-und Nachhaltigkeitsstandards in die Aus- und Weiterbildung. In diesem Prozess agiert das Netzwerk gemeinsam mit den Sozialpartnern IG BCE und dem Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V. und der Wissenschaft.

Frau Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für nachhaltige Entwicklung, formulierte in den Laudationes für die ausgezeichneten Netzwerke den Wunsch, dass die heterogenen Partner der Netzwerke einen wesentlichen Beitrag dazu leisten das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Breite zu tragen und durch strukturbildende Maßnahmen für die kommenden Generationen zu verankern.

Weitere Informationen:

  • Zu den Projekten ANLIN und Q3SQ
  • Landkarte mit den ausgezeichneten Initiativen und weiteren Akteuren der BNE in Deutschland
  • BNE-Portal der Deutschen UNESCO-Kommission

Deutsch-polnische Fachtagung im Rahmen des Projektes „GUTE ARBEIT in Sachen-Anhalt“

„Flexibilisierung von Schichtarbeitsmodellen für alternde Beschäftigte“

Im Rahmen des Projekts „GUTE ARBEIT in Sachsen-Anhalt“ fand vom 08. bis 10. November 2017 eine transnationale Fachtagung in Halle (Saale) bei der Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH statt. Die Veranstalter konnten Gäste aus Polen und Deutschland begrüßen und organisierten einen intensiven Austausch zu den Arbeitsbedingungen in beiden Ländern. Dabei konnte zunächst festgestellt werden, dass die demografische Situation in Polen und den Bundesländern im Osten Deutschlands sehr ähnlich ist. So liegt der Altersdurchschnitt in den Belegschaften der Betriebe in beiden Ländern bei circa 47 Jahren.

Am Donnerstag wurden die Rahmenbedingungen von Arbeitsgestaltung in beiden Ländern vorgestellt und Gemeinsamkeiten und Unterschiede analysiert. Einig war man, dass beide Regionen unter einem wachsenden Fachkräftemangel leiden. Ältere Beschäftigte müssen so lange als möglich in den Betrieben alternsgerechte Bedingungen haben, weil sie wichtig sind. Bodo Bastian, Sekretär für Gute Arbeit der IG BCE Landesbezirk Nordost, stellte die Maßnahmen der Gewerkschaft für die Flexibilisierung von Schichtmodellen vor. Dabei spielten auch die neuesten Tarifabschlüsse im Organisationsbereich der Chemie, das sog. „Potsdamer Modell“, als Instrument eine wichtige Rolle. Altersfreizeiten und Schichtplangestaltungen konnten an Hand von Beispielen intensiv untersucht werden.

Der Betriebsratsvorsitzende der Dow Olefinverbund GmbH, Dieter Macke, erläuterte am Nachmittag betriebliche Lösungen, um eine alternde Belegschaft im Arbeitsleben zu halten und betriebsspezifische Möglichkeiten die Arbeitsbedingungen zu verbessern und anzupassen. Gerade die Musterlösungen im Sinne von Best Practice trafen auf großes Interesse bei den polnischen Gewerkschaftsvertreter/innen.

Der Freitag stand ganz für die Exkursion zur Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau zur Verfügung. Im Anschluss an einen lebhaften Austausch zu sozialen Angeboten der Dow im Rahmen von gesundheitsförderlichen Maßnahmen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie bildete eine Betriebsbesichtigung den Abschluss der transnationalen Tagung.

Einen besonderen Dank gilt auch der Faveo Stiftung für die Organisation auf polnischer Seite und die Übersetzung während der Fachtagung. Beide Seiten waren sich über eine unbedingte Fortführung des Austausches in naher Zukunft einig und bescheinigten der Tagung einen vollen Erfolg.

 

QFC-Projekt „SOPHIE“: Konstituierende Sitzung des Projektbeirates erfolgt

Am 29. September 2017 trafen sich in Berlin erstmals die Mitglieder des neu gebildeten Projektbeirates.

Das Projekt „SOPHIE“ ist in diesem Jahr gestartet und wird vom QFC bis 2019 realisiert.

Im Kern des Projektes geht es um das Angebot externer Beratungen für Geschäftsleitungen und Belegschaften von Kunststoff-, Kautschuk- und Chemieunternehmen im Land Brandenburg. Die Beratungen sollen zur konkreten Verbesserung der Arbeitsorganisation in den Betrieben beitragen. Der Europäische Sozialfonds und das Land stellen hierfür entsprechende Fördermittel zur Verfügung.

Der Beirat ließ sich von den erreichten Zwischenergebnissen seit Projektbeginn berichten und gab wertvolle Hinweise für die weitere sozialpartnerschaftliche Umsetzung des Projektes. Mitglieder des Beirates sind Spitzenvertreter der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen der Branche, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg sowie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Der Beirat wird sich halbjährlich treffen.

Das Projektteam bedankt sich bei allen Mitgliedern für die Bereitschaft zur Mitarbeit und die konstruktive Diskussion.

 

 

11. Gesundheitskonferenz der IG BCE Bezirk Halle/Magdeburg

Die QFC GmbH unterstützt mit dem Projekt „GUTE ARBEIT in Sachsen-Anhalt“ die 11. Gesundheitskonferenz der IG BCE Halle/Magdeburg 2017

Am 21. September 2017 fand im Kulturhaus Wolfen die 11. Gesundheitskonferenz der IG BCE Bezirk Halle/Magdeburg statt. Knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Betrieben der Organisationsbereiche nutzten die Möglichkeit zum Austausch über Themen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Nach einem kurzen Inputreferat zum „Betrieblichen Gesundheitsmanagement – von der Theorie zur Praxis“ durch Matthias Hirschmann und Andreas Borst vom Projekt „GUTE ARBEIT in Sachsen-Anhalt“ (QFC GmbH) gab es drei Arbeitskreise in deren Mittelpunkt die Best Pratice der Gewinner des IG BCE Gesundheitspreises aus 2016 standen. Hier standen die drei Preisträger InfraLeuna GmbH (1. Preis), Solvay GmbH (2. Preis) und KERAMAG (3. Preis) Rede und Antwort.

Dort wurde sich intensiv über die Möglichkeiten, Vorteile und Grenzen von betrieblicher Gesundheitsarbeit ausgetauscht. Interessante Diskussionen gab es zu den jeweiligen Ansätzen der Preisträger und einer möglichen Übertragbarkeit auf die jeweiligen eigenen betrieblichen Strukturen.

Im Fazit waren alle einig, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement eine komplexe betriebliche Aufgabe ist, die nur gelingt, wenn alle – Betriebsparteien und Sozialpartner – an einem Strang ziehen. Gut entwickelte Prozesse und stabile Strukturen sind die Voraussetzung für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.

Gesunde Menschen – gesunde Arbeit – gesunde Betriebe.

 

 

 

Die gesamte Dokumentation der Veranstaltung befindet sich hier:www.community-qfc.de

 

 

Sozialpartnertagung – Moderne Arbeitszeitgestaltung in der ostdeutschen chemischen Industrie

Die Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH hat am Rande der Sozialpartnertagung der nordostdeutschen Chemietarifpartner ihr Leistungsspektrum präsentiert.

Am Montag, 25. September 2017 trafen sich die ostdeutschen Sozialpartner in Potsdam und stellten die Umsetzungswege zu den neusten Tarifabschlüssen in der Chemie vor. Die Hauptgeschäftsführerin des nordostdeutschen Arbeitsgeberverbands, Frau Nora Schmidt-Kesseler, begrüßte die Gäste der Veranstaltung. Thomas Naujoks vom Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V. und Peter Hausmann, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE erläuterten die grundsätzlichen Ideen, die neuen Wege und Sondermodelle der Ergebnisse und bekräftigten den Vorbildcharakter der Tarifabschlüsse der Chemiebranche im Nordosten der Republik.

Die verschiedenen Umsetzungswege im Rahmen des „Potsdamer Modells“ und von „LephA-TV Plus“ in der nordostdeutschen chemischen Industrie lassen den Betriebsparteien Spielraum für die Ausgestaltung und Anpassung auf die betriebsspezifischen Anforderungen. Entsprechend groß war das Interesse, sowohl bei den Betriebsrätinnen und Betriebsräte als auch bei Peronalverantwortlichen und Geschäftsführungen, mögliche Umsetzungsstrategien kennenzulernen und zu diskutieren.

In den Pausen gab es die Möglichkeit sich beraten zu lassen und die Angebote und Projekte der QFC GmbH unter die Lupe zu nehmen. Insbesondere wurden Unterstützungsleistungen bei der Schichtplangestaltung nachgefragt. Die Projekte „LAURA“ und „SOPHIE“stießen ebenfalls auf Interesse bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

 

Online-Band „Bildungseinrichtungen nachhaltig gestalten“ erschienen

Der Wissenschaftspartner des Projektes ANLIN, Dr. Klaus-Dieter Mertineit, nähert sich in seinem Sammelband „Bildungseinrichtungen nachhaltig gestalten“ der Frage, was nachhaltige Lernorte der beruflichen Bildung ausmachen. Fünf Berufsbildende Schulen geben Einblicke, wie sie ihr Leitbild und ihre Organisationsstruktur am Deutschen Nachhaltigkeitskodex ausrichten und durch eine innovative Ausstattung und didaktische Konzepte Nachhaltigkeitsthemen platzieren. Das Projekt ANLIN ergänzt die Sichtweise des Lernortes Berufsschule um die Sichtweise des zweiten und dritten Akteurs in der dualen Berufsausbildung- der Betriebe und der Verbundausbildungsträger.

Hier können Sie alle Beiträge des Online-Bandes kostenfrei einsehen und hier geht es direkt zum Artikel über das Projekt ANLIN.

ANLIN in der Zeitschrift „Die berufsbildende Schule“

Die Ausgabe der Zeitschrift des BLBS (Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen) widmet sich in der Ausgabe Juli/August 2017 dem Thema Nachhaltigkeit und Verantwortung. Neben einer Einführung zum Förderschwerpunkt des BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) werden zwei Projekte vorgestellt: Der Modellversuch ANLIN und NAUZUBI– eine Lernortkooperation zum Thema Nachhaltigkeit in der Ausbildung. Die Zeitschrift kann hier bestellt werden.