Neustart mit über 50? Expertentreffen diskutiert Perspektiven.

Pressemitteilung. Wie QFC-Projekte Langzeitarbeitslosen beim Neustart ins Berufsleben helfen. 

Halle/Querfurt, 20.04.2011/ Christian Schrimpf ist 51 (im Foto rechts) hat zwei Ausbildungsberufe und ist dennoch seit 10 Jahren arbeitslos. Krankheiten haben den Möbeltischler und Polizisten in das lange berufliche Abseits geführt. Nun will er es nochmal wissen und nimmt am QFC-Projekt „Mobil ohne Barrieren“ teil. Derzeit im 12-wöchigen Vorbereitungskurs bei IEB in Querfurt wird er im Juli mit anderen Teilnehmern vier Wochen in Polen arbeiten.

IEB-Chefin Bürgel und Landrat Lech aus Milicz

„Ich denke vor allem an die Zeit nach Polen,“ sagt Christian Schrimpf befragt nach seinen Erwartungen, „deshalb nehme ich an Informationen und Erfahrungen alles mit, was ich kriegen kann.“ Und das könne eine Menge sein, stellen übereinstimmend Projektverantwortliche aus Polen, Dänemark und Deutschland fest. Dafür würden auch die in bisherigen Durchgängen gemachten Erfahrung sprechen, wird betont.

Manchmal sei allein schon eine geänderte Grundeinstellung ein Erfolg, ist ein Resümee des transnationalen Expertentreffens in Halle, in dessen Rahmen das Gespräch zwischen Teilnehmern und Experten aus den beteiligten Ländern statt fand. Oft träfe man bei älteren Langzeitarbeitslosen auf eine tief sitzende Hoffnungslosigkeit.
Erheblichen Handlungsbedarf stellten die Tagungsteilnehmer auch bei jungen Menschen fest. In den Franckeschen Stiftungen debattierten die Experten am Freitag Unterstützungsinstrumente für Benachteiligte am Arbeitsmarkt.

Kay Senius, Chef der Regionaldirektion der BA Sachsen-Anhalt/Thüringen prognostizierte für 2020, der Wirtschaft im Land würden dann etwa 150.000 Fachkräfte fehlen.
Vor diesem Hintergrund sei nicht hinnehmbar, dass es unter den 25 bis 35-Jährigen einen hohen Anteil ohne Schulabschluss gäbe, machte Egbert Biermann, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE deutlich. Biermann:

Mehr denn je ist hier vor allem die Bildungspolitik gefragt. Wenn sich für künftige Schulabgänger der Ausbildungsmarkt von einem Angebots- zu einem Nachfragemarkt entwickelt, darf es Schulabgänger ohne Abschluss nicht geben.

Die Projekte „MIRIAM“ und „MOBA“ werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfond für Deutschland gefördert. Ferner beteiligt sind die örtlichen Träger der Grundsicherung.
Mit Vorbereitungskursen von bis zu 12 Wochen und vierwöchigen Auslandspraktika wird die Mobilität von am Arbeitsmarkt benachteiligter Menschen unterstützt. Bei den Teilnehmer-/innen werden die berufspraktischen Erfahrungen, soziale und interkulturelle Kompetenzen gestärkt.

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