CSR Info 42/2015

von Helmut Krodel und Peter Schmitt

In Frankreich gingen am Wochenende des 10. und 11. Januar 2015 über 4.5 Millionen Menschen auf die Straße, um den Opfern der extremistischen Attentate in Paris zu gedenken und ihnen ihre Solidarität zum Ausdruck zu bringen.

Die Menschen, die auf die Straße gingen, demonstrierten für Offenheit und Toleranz, für Meinungsfreiheit und für die grundlegenden Werte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Sie erteilten damit gleichzeitig eine Absage an politischen und religiösen Extremismus jeder Art und unterstützten die Werte, die sich auch in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte befinden (ansehen).

Unternehmen, die sich in ihren CSR-Aktivitäten auf die Menschenrechte berufen, sind deshalb auch aufgefordert, mit ihren Beschäftigten Positionen für Toleranz und Mitmenschlichkeit zu beziehen.

Das QFC und die Stiftung Arbeit und Umwelt drücken mit diesem CSR-Info ihr Beileid und ihre Solidarität mit den Opfern und den Hinterbliebenen  der Anschläge von Paris aus.

Wir rufen dazu auf, unsere zivilisatorischen Werte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gegen Hass, Ignoranz, Menschenverachtung, politischen Extremismus und religiösen Fundamentalismus zu verteidigen.

Das QFC und die Stiftung Arbeit und Umwelt unterstützen auch den Aufruf der IG BCE zum Protest gegen die geplanten Pegida-Demonstrationen:

„Die Gewerkschaften stehen für ein offenes, tolerantes und vielfältiges Deutschland. Wir dürfen nicht zulassen, dass Ängste gegen Einzelne oder Gruppen geschürt werden mit dem Ziel, unsere Gesellschaft zu spalten und die Menschen gegeneinander aufzuhetzen“, sagt Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE.

„Es gibt keinen Grund, sich vor dem Islam zu fürchten. Menschen, die dieser Religion angehören, sind nicht schlechter oder besser als Menschen mit einem anderen Glauben. Die Menschen aus Syrien beispielweise, die nach Deutschland kommen, fliehen vor der gleichen Art von Barbarei, die dem Anschlag auf Charlie Hebdo zugrunde liegt. Sie sind Opfer eines Missbrauchs von Religion zur brutalen Unterdrückung und zur skrupellosen Sicherung von Herrschaft. Wir lehnen Extremismus und Fundamentalismus in allen Formen strikt ab. Denn was sie gemeinsam haben, das ist die Verweigerung von zivilisatorischem Fortschritt und Mitmenschlichkeit“, so Vassiliadis weiter.

„Die IG BCE fordert deshalb alle Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf, für Vielfalt und Solidarität und gegen Ausgrenzung und Rassismus auf die Straße zu gehen.“

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